Erneuter Workshop 2018

– Eine Meinung von Anette Pörtner, kickflip Mitglied seit 2013 –

Liebe Jugendliche und Kinder, wir wissen, dass Ihr eigentlich nicht mehr dran glaubt, dass jemals ein Skatepark geschweige denn ein Treffpunkt für Jugendliche gebaut wird.

Aber hey – es gab durchaus Erfolge!

Der Rat hat vor langer Zeit beschlossen, dass der Skatepark kommt. Dann wurde jahrelang ein Grundstück gesucht. Nach langwierigem Hin und Her hat die Gemeinde dann 2015 endlich das passende Grundstück gefunden und gekauft.

2016 gab’s dann den Workshop mit DSGN-Concepts. Und was ist in der Zwischenzeit passiert? Nicht wirklich viel, bis auf die üblichen Debatten, die eine Demokratie nunmal mit sich bringt. Und einen Ausflug zu einigen Skateparks in Braunschweig.

Aber wir wollen endlich Taten statt Worte! Und ich spreche an dieser Stelle im Namen der Kinder und Jugendlichen. Wenn ich schon nicht mehr weiß, wie ich es meinen eigenen Söhnen noch erklären soll, dass sich der Bau noch weiter hinauszögert, dann bin ich einfach nur noch ratlos!

Woher kommt wohl bei Jugendlichen das politische Desinteresse, nachdem sie solche langatmigen Prozesse vor Ort erleben? Wenn ein Kind sich sogar einen „Diktator“ wünscht, der einfach die Dinge bestimmen soll?

Ich selbst glaube fest an die Demokratie und bin ein sehr optimistischer Mensch. Aber diese Prozesse sind für einen Menschen von sagen wir mal zehn Jahren definitiv viel zu lang! Die Jugend ist doch so schnell vorbei…

Naja. Jedenfalls war gestern wieder ein Workshop angesetzt, zu dem zahlreiche Vertreter einiger örtlicher Vereine, Organisationen und auch Volksvertreter aus den Ortschaften eingeladen waren.

Es sollte der Bedarf für das Begegnungszentrum ermittelt werden. Mal wieder. Das hatten wir doch alles schon mal – im August 2016!

Wie dem auch sei, bis September 2018 soll laut SPD-Bürgermeister Detlef Kaatz das Konzept erarbeitet und der Förderantrag gestellt werden.

Dann soll/kann (bei hoffentlich positivem Bescheid?) im März 2019 der Haushalt verabschiedet werden und das Projekt endlich starten bzw. dann erst in die konkrete Planung gehen.

Was passiert, falls der Antrag abgelehnt werden sollte, also ein Plan B, ist mir derzeit nicht bekannt.

Herr Kaatz sicherte uns abschließend eine bevorzugte Bearbeitung des Skateparks zu. Auch dieses Mal wieder herzlichen Dank, Herr Kaatz!


Ich bin mir übrigens bewusst, dass die Mühlen der Politik sehr langsam mahlen und dass die ehrenamtliche Arbeit der Kommunalpolitiker selbstverständlich gewertschätzt werden muss, was ich auch tue. Ist es denn zu ungeduldig von mir, zu erwarten, dass der Skatepark bzw. ein Jugendplatz nach mittlerweile acht Jahren eigentlich schon längst hätte gebaut sein können?

Nicht nur die Kommunalpolitiker arbeiten zum Großteil ehrenamtlich, sondern auch wir von KickFlip e.V. stecken seit vielen Jahren viel Zeit und Mühe in unser Anliegen für die Jugendlichen. Wir vertreten die Jugend in dieser Gemeinde, denn sie hat keine Lobby! Und auch wir opfern unsere wertvolle Freizeit, weil wir diese Sache einfach wichtig finden, nicht nur weil wir selbst halbwüchsige Kinder haben.

Hiermit möchte ich gerne noch betonen, dass ich mit diesem Blog-Artikel niemandes Arbeit geringschätzen, sondern lediglich meine berechtigterweise kritische Sichtweise über den schleppenden Fortschritt des Skateparks und eines Platzes für die Jugend verdeutlichen möchte. Und das sollte doch in einer offenen Gesellschaft möglich sein, ohne dass jemand beleidigt ist.

Ich bleibe dabei:

Für die Jugendlichen und Kinder ist es definitiv nicht (mehr) nachzuvollziehen, weshalb immer nur geredet, aber nicht gehandelt wird!

Daher bitte ich um Verständnis, dass in diesem Artikel zum allerersten Mal ein kritischerer Ton angeschlagen wird und nicht wie bisher ein bittstellerischer Grundtenor überwiegt.

Jedes mal aufs Neue zu hoffen – ich bin es nach so langer Zeit leid und merke einfach nur, dass es mit meiner Geduld langsam zu Ende geht. Die Kids haben schon aufgegeben und fragen inzwischen nicht mehr nach.

Es ist doch Aufgabe der Politik, sich auch um Jugendliche zu kümmern. Beschämend genug, dass man für solche wichtigen Anliegen in dieser Gemeinde erst einen Verein gründen und so lange (vergeblich) kämpfen muss.

Und auch wenn es vielleicht pubertär und trotzig rüberkommen mag: Wenn’s diesmal wieder nur heiße Luft ist, dann habe ich wirklich besseres zu tun. Und mein Glaube an Kommunalpolitik wäre dann endgültig im Eimer.
Also bleibt mir wieder nur übrig, das beste zu hoffen. So wie die ganzen letzten Jahre…

Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Anette Pörtner, 21.6.2018, Klein Schöppenstedt

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Cool, dass Du bei uns vorbeischaust! Wir, der Verein KickFlip Cremlingen e.V., sind ab sofort mit einem Blog im Netz vertreten. So kannst Du jederzeit verfolgen, was sich bei der Vorbereitung und Planung der Skateranlage in Cremlingen tut.

Hast Du Wünsche oder Vorschläge, was die Planung der Anlage betrifft? Nimm Kontakt mit uns auf! Wir freuen uns über jeden, der mitmacht!

Die Mühlen der Politik mahlen langsam. Daher sind wir schon sehr froh, dass wir nach mittlerweile drei Jahren sämtliche Parteien in der Gemeinde Cremlingen auf unserer Seite haben. Aber damit ist es noch lange nicht getan! Das Grundstück steht zwar fest, aber ist noch nicht gekauft worden. Viele organisatorische Fragen sind noch ungeklärt, aber wir bleiben dran.

Wir arbeiten weiter unermüdlich daran, für Euch Kinder und Jugendliche in der Gemeinde eine Skateranlage als Treffpunkt für Eure sportlichen Aktivitäten jenseits der Vereine durchzusetzen.

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